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EU-Kommission lehnt Konversionspraktiken ab

„Die EU steht stolz an der Seite der LGBTIQ+-Gemeinschaft“, sagt Kommissionspräsidentin Von der Leyen. Nun will die Kommission eine Empfehlung verabschieden.
Ursula von der Leyen
Foto: IMAGO/Wiktor Dabkowski (www.imago-images.de) | Stolz an der Spitze des Fortschritts: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Die EU-Kommission will ein europaweites Verbot sogenannter Konversionspraktiken. Diese beruhten „auf der falschen Vorstellung, dass LGBTIQ+-Personen krank sind“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung aus Brüssel. Zudem könnten „schädliche Eingriffe zu lang anhaltenden psychischen und physischen Schäden führen“. Die EU-Kommission befürwortet deshalb die Europäische Bürgerinitiative mit dem Namen „Verbot von Konversionspraktiken in der Europäischen Union“, die von 1,12 Millionen unterstützt wurde, und begründet das mit dem „Aufbau einer echten Union der Gleichheit“.

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Laut einem Bericht der EU-Agentur für Grundrechte haben 24 Prozent der LGBTIQ+-Personen in der EU solche Praktiken erlebt, darunter körperliche und sexuelle Gewalt, verbale Misshandlungen und Demütigungen. Diese Zahl verdopple sich nahezu bei sogenannten Trans-Frauen und Trans-Männern. Die EU-Kommission beabsichtigt nun, eine Empfehlung zu verabschieden, die die EU-Mitgliedstaaten auffordert, Konversionspraktiken zu verbieten.

Jedes Mitglied der LGBTIQ+-Community solle „in der Lage sein, selbst zu sein, sein Leben stolz zu leben, frei von Gewalt, Diskriminierung und Angst“, so die EU-Kommission am Mittwoch. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, Konversionspraktiken hätten „keinen Platz in unserer Union“. Und weiter: „Die EU steht stolz an der Seite der LGBTIQ+-Community und bekräftigt ihre Vision einer Union der Gleichheit – einem Ort, an dem alle frei, offen und authentisch leben können.“ (DT/sba)

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